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Franz Beckenbauer stemmte ihn als erster Mannschaftskapitän in die Luft - den neuen WM-Pokal der FIFA. Genau 4970 Gramm Gold hielt der "Kaiser" 1974 bei der Siegerehrung im Münchener Olympiastadion in den Händen, als die deutsche Nationalmannschaft nach ihrem 2:1-Erfolg über die Niederlande Weltmeister geworden war. Zum zweiten Mal nach 1954 hatte die DFB-Elf mit Glück, Kampfkraft und Siegeswillen den begehrtesten Titel im internationalen Fußball "nach Hause" geholt.

Die Trophäe, die der italienische Bildhauer Silvio Gazzaniga entworfen hat, besteht aus 18-karätigem Gold und ist 36 Zentimeter hoch. Aus dem runden Boden der Statue entspringen spiralförmig zwei Spielerfiguren, die mit hoch erhobenen Händen im emotionalen Augenblick des Sieges nach der Welt greifen - so die Beschreibung des Künstlers. In den goldenen Sockel sind zwei grün schimmernde Malachit-Ringe eingelassen, auf denen die Namen der Sieger Platz finden. Im Gegensatz zu der ersten WM-Trophäe, die Brasilien in Folge seines dritten Titelgewinns 1970 (nach 1958 und 1962) behalten durfte, bleibt der jetzige WM-Pokal im Besitz der FIFA. Jeder Titelträger erhält nur noch ein vergoldetes Duplikat.....


.....aus gutem Grund: Denn der ursprüngliche Jules-Rimet-Cup - benannt nach dem französischen "Vater der Fußball-Weltmeisterschaften" - war gleich zweimal gestohlen worden. Das erste Mal aus einer öffentlichen Ausstellung in London im Vorfeld der WM 1966. Kurze Zeit nach dem Diebstahl spürte ein Hund namens "Pickles" das wertvolle Stück in einem Müllhaufen wieder auf. Nach einem zweiten Diebstahl 1983 in Brasilien blieb derJules-Rimet-Cup verschollen. Es wird vermutet, dass der goldene Teil der Trophäe - eine auf blauem Halb-Edelstein stehende Skulptur der Siegesgöttin, die in ihren erhobenen Händen ein achteckiges Gefäß trägt - eingeschmolzen und "versilbert" worden ist. Der brasilianische Fußballverband hat sich daraufhin eine Replik anfertigen lassen.

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